042 Komposttoiletten

042 Komposttoiletten

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Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit den Möglichkeiten des Einsatzes wasser- und energiesparender Humustoilettensysteme. Wie der Name schon sagt ist das Ergebnis nicht stinkende Brühe sondern Humus bzw. Kompost und hochwertiger Stickstoffdünger genannt Urin. Solche Anlagen sind natürlich dort besonders einzusetzen, wo es entweder wenig Wasser zur Spülung oder keinen Kanalanschluss gibt. Aber grundsätzlich wäre die Komposttoilette überall einsetzbar, wo ausreichend Grünflächen für die Ausbringung bzw. Nachkompostierung zu Verfügung stehen.

Die Komposttoilette gibt es in verschiedensten Formen auf der ganzen Welt. Zur hygienischen und komfortablen Alternative zur Wassertoilette wurde sie aber erst in Skandinavien entwickelt. Verständlicherweise, weil die verstreuten Einzelobjekte keine wirtschaftliche Kanalisation zugelassen haben. Daher kommen die meisten Modelle auch aus diesem Raum.

Bereits mehrfach konnten wir unser Knowhow beratend einsetzen, wenn es darum ging, technische, rechtliche und funktionelle Möglichkeiten des Einsatzes von Komposttoiletten abzuklären. Eines der beeindruckendsten Beispiele ist die Naturfeundehütte am Gföhlberg, deren Betreiber, Herr Leopold Dvorak von Anfang an gegen alle Vorbehalte das gemeinsam entwickelte Konzept voran trieb. Dabei wurde ein einfaches System aus 3 Toilettenräumen mit Keramiktoilettenstühlen des schwedischen Erzeugers Wost Man Ecology AB und 3 Auffangbehältern auf Schienen realisiert. Ein einfaches Abluftsystem sorgt für die völlige Geruchsfreiheit auch bei intensiver Benutzung, der Urin wird über eine spezielle Tasse aufgefangen und mit 1/8 Liter Spülwasser in einem Kanister gesammelt und periodisch in der Natur ausgebracht. Die geringe Menge Spülwasser dient neben der Reinigung auch der Verdünnung, da der unverdünnte Urin zu scharf für die Pflanzenwelt wäre. Für die Stehpinkler steht ein wasserloses Urinal zu Verfügung. Trotz großer Skepsis wurde die Anlage problemlos von allen Gästen und Besuchern der Hütte angenommen, vor allem weil Hygiene und Bedienkomfort sich nicht von einer Wassertoilette unterscheiden.

Bei Bedarf kümmert sich ATOS um die Lieferung und Montage von Komposttoilettenanlagen und die Einholung von Baubewilligungen.

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