2016/11 Mehr Gesundheit und Komfort in innovativen Gebäuden

2016/11 Mehr Gesundheit und Komfort in innovativen Gebäuden

Am 10. 11. 2016 bot das Mitgliedertreffen NETZ WERK der Plattform Innovative Gebäude Wien/NÖ im Schloss Wolkersdorf ein Trommelfeuer an Vorträgen und Präsentationen zum Thema Gesundheit & Komfort, einer der sechs Säulen innovativer Gebäude.

Heinz Hackl von VELUX eröffnete den Abend mit dem „ORCHIDEENTHEMA TAGESLICHT!?!“. Basierend auf wissenschaftlichen Ergebnissen schuf er Bewusstsein für die Bedeutung von Tageslicht für das menschliche Wohlbefinden. Mit Tools wie dem kostenlosen DAYLIGHT VISUALIZER lässt sich jedes Objekt auf seine Tageslichtqualität untersuchen und optimieren. Der Bedeutung dieses Themas trägt die brandneue Norm prEN 17037 Rechnung, in der erstmalig Grenzwerte und Berechnungsmethoden festgelegt werden. Diskutiert wurde anschließend die notwendige Abwägung zwischen Energie, Sonnenenergienutzung, Aussicht und Architektur.

Mit der Frage „SMART HOME OR SMART HUMAN“ nahm Mario Anibas von EATON INDUSTRIES die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Evolution der Menschheit von der Steinzeit bis zum modernen Menschen.  Seine Botschaft: Nicht der Mensch muss smart sein, sondern die Gebäude sollten wesentlich smarter =  intelligenter werden. Es kann nicht das Ziel sein, das eigene Haus permanent per App zu steuern und zu überwachen. Vielmehr möchte EATON die Haustechnik intelligent vernetzen, und die Bewohner dann  nicht mehr belästigen. Die haben nämlich wichtigeres zu tun.

Vielleicht gemütlich vor einem prasselnden Feuer sitzen, wie es Günter Wittek, IG-Mitglied und Geschäftsführer von FEUER IN BESTFORM planen und realisieren kann. Sein Unternehmen ist der bisher einzige zertifizierte Passivhaus-Hafnerbetrieb Österreichs und spezialisiert auf kleinste Passivhausöfen, aber auch bivalente Ganzhausheizungen mit Holz und Sonnenenergie. Wittek plädiert dafür, dem Haus eine Seele in Form von echter Infrarotwärme zu geben.

Auf der ganzen Welt tätig ist IG-Mitglied THERMOKON. Geschäftsführer Siegfried Gaida präsentierte seine Überlegungen zur Intelligenz in Gebäuden. Als Hersteller von Sensoren aller Art ist es Ziel von Thermokon, gesunde Innenräume in  energieeffizienten Gebäuden zu schaffen. Innovative Sensoren erleichtern das Leben wie z. B. der neue Fenstergriff, der seine Energie aus der Bewegungsenergie des Griffs bezieht.

Zum Abschluss konnte Bernhard Lipp vom IBO den hungrigen Gästen den Appetit mit dem Thema  Schimmelvermeidung nicht nehmen. Die in Zusammenarbeit mit EATON entwickelte SCHIMMELAMPEL hilft besonders in natürlich belüfteten Objekten die Raumluft hinsichtlich CO²-Gehalt, Raumtemperatur, relativer Luftfeuchte und Schimmelgefahr zu überwachen und Lüftungsbedarf anzuzeigen. Da Schimmel immer an kalten Oberflächen entsteht, ist die intelligente rechnerische Verknüpfung der Daten höchst innovativ.

Nach drei Stunden dichtem Programm luden Moderator und Organisator Arch. Heinrich Schuller und IG-Mitglied VELUX Österreich zu einem traumhaften Buffet der „Gruppe Gemeinsam“ aus Biedermannsdorf, die mit den Einnahmen den Wiener Entwicklungshilfeclub unterstützt. Damit geht die Plattform INNOVATIVE GEBÄUDE bereits in die Planung für das nächste NETZ WERK im Frühjahr 2017, bei dem es um ARCHITEKTUR, die nächste der sechs Säulen innovativen Bauens gehen wird.

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